Pettra Engeländer

Pettra Engeländer 2018-07-06T16:08:37+00:00

Kampfkunst, Pferde und Tanz sind ihr Leben

Es begann mit Tanz und Choreographie

Ich habe mich viele Jahre in Berlin mit dem Ausdruckstanz und verschiedenen Trommelrhythmen beschäftigt. Einige Jahre war ich aktiv als Tanzperformance- Künstlerin und Choreographin tätig. Die in dieser Zeit gewonnenen Fähigkeiten sind tief in mir verwurzelt, und so ist es nur natürlich, dass diese sich unbewusst auch im Zusammensein mit den Pferden zeigen.

Ein gutes Händchen

Ich hatte und habe immer ein gutes Händchen für Pferde, besonders für solche, die als «problematisch» oder «schwierig » bezeichnet wurden. Wie ich es schaffte, mit solchen Pferden in kurzer Zeit Erfolge zu erzielen und die «Probleme» zu lösen, konnte ich damals nicht in Worte fassen.

Heute habe ich nach vielen erlebnisreichen Jahren der Entwicklung klare Antworten und Wege gefunden, dieses Wissen nützlich zu vermitteln und an dafür offene Pferdemenschen weiterzugeben. Das Erforschen der Zusammenhänge war und ist immer noch ein Prozess und eine wahre Schatzsuche.

Das Experiment

Aus dem Unterrichten in Seminaren und dem Beobachten von vielen unterschiedlichen Menschen und ihren Pferden erkannte ich die Wichtigkeit des menschlichen Ausdrucks und der Körperbewegungen. Der oftmals einseitige Fokus auf den Pferdekörper liessen mich im Aussen sehen, dass viele Menschen das Gefühl selber in ihrem Körper nicht kennen, welches sie im Pferd erwecken und sehen wollen. So kam die Idee für ein Experiment.

Kampfkunst und Pferde

Von 2010 an begann ich mit verschiedenen Kampfkunstmeistern zu trainieren und diese in Kontakt mit Pferden zu bringen. Ich spürte, dass bei diesen Menschen eine Körper- und Raumwahrnehmung vorhanden war, die es ihnen vereinfachte, eine authentische und natürliche Kommunikation mit den Pferden aufzubauen.

Diese Kampfkünstler ohne Pferdeerfahrung mit Pferden zusammenzubringen war der Schritt in die richtige Richtung. Meine Vermutungen, dass die Bewegungskoordination und die Zentrierung eines Körpers ein essenzieller Punkt in der Kommunikation zwischen Mensch und Pferd ist, wurden in diesen Zusammenkünften bestätigt.

Chief

Eine meiner wichtigsten und bewegendsten Begegnung war die mit Robert V. Jones, genannt «Chief», dem Begründer von Zen Do Kai und eine Legende des Mix Martial Art. Dies war für mich der Wendepunkt und eine tiefe Begegnung auf meinem Weg als Kampfkünstlerin als auch mit den Pferden. Seine besondere Sichtweise als Lehrer und Kämpfer hat mich sehr bewegt und mir viele neue Erkenntnisse gebracht. Sein starkes Charisma und seine Erscheinung waren sehr beeindruckend. So ist «Chief» frei von Arroganz oder Meistergehabe, was mich noch mehr berührte. Nicht nur seine Fähigkeiten als Kampfkunstmeister, sondern seine Menschlichkeit und Freundlichkeit haben meine Sichtweise zur einer Meisterschaft und zu den Pferden verändert.

Präsenz, Aufrichtung und Geschmeidigkeit

Meine Pferde liebten «Chief» von der ersten Sekunde an. Er, einer der berühmtesten Bodyguards der Musikgeschichte, strahlte etwas aus, was meine Pferde unmittelbar faszinierte.

Alleine seine Präsenz, seine Aufrichtung und Geschmeidigkeit in den kleinsten Bewegungen schienen wie ein unsichtbares Band auf meine Pferde zu wirken.

Als ich «Chief» verschiedene Übungen am Boden mit den Pferden ausprobieren liess, verhielten sich die sonst eher eine «Was-willst-du-denn-von-mir»-Mentalität praktizierenden Huzulen plötzlich sehr kooperativ und waren gar übereifrig und mit voller Aufmerksamkeit dabei, mit diesem pferdeunerfahrenen Mann zu spielen und sich von ihm bewegen zu lassen. Wie kann das sein?

Was hatte «Chief», was die Pferde so ansprach?

Durch seine Erfahrungen in verschiedenen Kampfkünsten hat er eine grosse Präsenz und weiss, was sein Körper leisten kann. Seine Bewegungen sind minimal und klar, wie es auch einem ranghohen Pferd entspricht. Seine Absicht ist wohlwollend und spielerisch, und sollte es angebracht sein, kann er ruhig und gelassen die Führung übernehmen.

«Chief» entwickelte einen besonderen Weg in seiner Schule, um diese Fähigkeiten auszubilden und integrierte viele Elemente des Aikido in seine Lehre.

Die Früchte unseren gemeinsamen Trainings sind heute die Essenz des Horse- AiKiDo®.

Ausbildungen

 

  • Ausbildungen im indischen und japanischen Ausdruckstanz
  • Tanztherapeutische Trainerin nach ITA München
  • Feng Shui und 5 Elemente TCM
  • Fortbildung TCM und 5 Elemente-Lehre Institut Mitte, Berlin (2011)
  • 4th Degree Black Belt im „Tara Miliata Fighting System“ von Robert V. Jones (2011)

 

Gründung der Schule

Vom Jahr 2000 bis 2011 betrieb Pettra Engeländer das Berittene Bogenschiessen als Leistungssport mit regelmässiger Teilnahme an offiziellen und internationalen Turnieren.

2012 gründete sie die „Independent European Horseback Archery School – IEHAS“, welche sich von diesem Leistungssport distanziert und das Berittene Bogenschiessen als Kampfkunst ins Zentrum stellt. Sie bildet Schüler und Pferde in der Kampfkunst des Bogenschießens vom Pferd aus, hält Seminare und organisiert internationale Turniere in dieser Disziplin.
Pettra besitzt den 4th Degree im Tara Miliata Kampfkunst System von Robert V. Jones.

Ihr außergewöhnliches Können als Amazone stellte sie vor begeistertem Publikum in Europas größter Pferdegalashow „Apassionata“ unter Beweis.

Werdegang

 

  • Gründung der Feng Shui-Schule „Dancing Dragon Feng Shui Company“ (1999)
  • Zusammenarbeit mit Axel Brück – Trommel und Tanz (1998-2011)
  • Horsemanship-Trainerin auf Polohof „Gut Seeburg“ (1999)
  • Apassionata Galashow im „berittenen Bogenschiessen“ (2007-2008)
  • Training mit div. Kampfkunst-Meistern in Verbindung mit Pferden (2011-2012)
  • Gründung der IEHAS – Independent European Horseback Archery School (2012)
  • Entwicklung des Reiterbogens „EHMORIN“ mit Andre Brennecke (2012)
  • Entwicklung des HorseAikido© und des Natural Horseback Archery© (2011-2014)
  • Einführung des neuen Schulsystems und der Skill Levels (2014)
  • IEHAS Trainingszentren in Deutschland und Schweiz(2014)
  • IEHAS Trainingszentren in Island(2015)